Ehrenamt DLRG

Wer ist da, wenn’s drauf ankommt?

Bevor 1913 die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) als gemeinnützige Wasserrettungsorganisation gegründet wurde, verloren in Deutschland pro Jahr etwa 5.000 Menschen ihr Leben im Wasser. Nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung konnten schwimmen... Das Ziel der DLRG war klar: Menschen vor dem Ertrinkungstod zu bewahren, indem man ihnen frühzeitig das Schwimmen und im Idealfall auch das Rettungsschwimmen beibringt.

Für diese Aufgabe steht die DLRG seither, und das ehrenamtlich mit freiwilligen Helfern. Zu den heute rund 550.000 Mitgliedern zählen auch Moritz Harder und Yannik Warzecha vom Buchholz Bad. Für die geprüften bzw. angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe ist das Engagement in der DLRG selbstverständlich: „Das gehört praktisch zum Beruf und erweitert die Ausbildung. Die DLRG ist mehr als nur Schwimmunterricht. Wir sind als Rettungsschwimmer auch im Katastrophenschutz aktiv, zum Beispiel bei Elbe-Hochwasser. Es gibt im Rettungsdienst Taucher, Luftretter und Bootsführer. Die Leute ertrinken ja nicht im Schwimmbad.“

Moritz Harder, geprüfter Fachangestellter für Bäderbetriebe, mit Rettungspuppe.

Yannik Warzecha, Auszubildender / Fachangestellter für Bäderbetriebe.

Zwei Schwimmer der größten freiwilligen Wasserrettungsorganisation der Welt.

Auch Tauchkurse stehen auf dem Programm.

DLRG Einsätze bei Elbe-Hochwasser werden häufiger.

Die DLRG Ortsgruppe Buchholz e.V. hat rund 800 Mitglieder, davon sind 400 Kinder und Jugendliche.

Schwimmbäder spielen dennoch eine zentrale Rolle für die DLRG. In den 1960er und 1970er Jahren bauten die Kommunen öffentliche Hallen- und Freibäder und der Schwimmunterricht in Schulen wurde zur Regel. Wer als Kind schwimmen lernt, geht auch andernorts tiefer ins Wasser, an den Küsten von Nord- und Ostsee, an Badeseen und Flüssen oder bei Veranstaltungen am, auf und im Wasser. Der Bedarf an Rettungsschwimmern schoss nach oben. Deren Ausbildung übernahm die DLRG. Sie trug maßgeblich dazu bei, die Zahl der Schwimmer in der Bevölkerung auf 80 Prozent zu steigern und die jährlichen Ertrinkungszahlen um 90 Prozent gegenüber 1913 zu senken. Kommunale Schwimmbäder wie das Buchholz Bad sind dafür die Basis: Freizeitangebot für die Bürger und Trainingsort für Schulen und Vereine unter einem Dach.

Wenn Sie mehr über das Sport- und Veranstaltungsangebot der DLRG in Buchholz erfahren möchten – hier gibt’s weitere Informationen: www.buchholz.dlrg.de